KAMI-NO MICHI Logo klein WEG DES GEISTES

         
  Lena Butz, 1. Dan  
         
   

Im  Alter von 6 Jahren habe ich meinen Weg im Karate begonnen.

Ich  war gerade in die Schule gekommen und brauchte dringend einen Ausgleich. Da meine Eltern sowieso der Meinung waren, dass Mädchen sich verteidigen sollten, nahm ich sogleich an einem Training teil.

Mein älterer Bruder wurde von meiner Begeisterung angesteckt und beschloss, gemeinsam mit mir anzufangen. Der Weg war nicht immer leicht, da ich oft verletzt war und sehr oft Knieschmerzen hatte. Da ich auch noch sehr jung war fehlte mir oft die Motivation, meine Samstage im Training zu verbringen anstatt mit meinen Freunden, jedoch wurde mein Bruder (zum Glück) nicht müde, mich zu motivieren.

Inzwischen bin ich 16 Jahre alt und es gehört für mich dazu, meine Wochenenden zum Großteil und mit Freude (jedenfalls meistens) im Karate zu verbringen. Mittlerweile verstehe ich  so langsam, was ich durch die Trainingseinheiten gewonnen habe.  Ich hatte nie Probleme damit, meine Meinung zu äußern, kann sehr diszipliniert arbeiten bzw. für die Schule lernen und kann mich immer „auspowern“, wodurch man auch jegliche schlechte Laune verliert. Nach jedem Training fühle ich mich ausgeglichen und zufrieden mit mir selbst. Ich glaube, dass sind mit die wichtigsten Eigenschaften, um sich  im Leben zurechtzufinden und dies habe ich meinem Shihan Harald Borsody zu verdanken.

Außer geistigen und körperlichen Fähigkeiten habe ich im Karate auch wahre Freunde gefunden. So etwas wie eine große harmonische Familie, bei der man sich nie verstellen muss. Alle zusammen seid ihr wundervolle Menschen, und ich bin sehr  froh, euch, meine „Karate-Familie“ kennengelernt zu haben, danke dafür.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. –Antoine du Saint-Exupery

Im Karate habe ich gelernt, mit dem Herzen zu sehen.